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Texas-Massaker
Nashville Pussy - From Hell To TexasEs ist putzig, aber die FANTASTISCHEN VIER tragen mehr zur Reflektion über Punk ‘n’ Roll bei, als es ihnen und dem P ’n’ R-Genre wahrscheinlich lieb ist. „Populär“, die zweite und griffig-bouncige Single vom „Lauschgift“-Album, brachte vor gut zehn Jahren mit den Zeilen „Gestern niemand, morgen tot und dazwischen was? Populär!“ die Massen zum Springen. Aber was hat das bitte in einem Review zu NASHVILLE PUSSY zu suchen?
Nun, das Genre Punk ’n’ Roll, zu dessen Wegbereitern NASHVILLE PUSSY gehören, durchlief gewissermaßen die drei in „Populär“ beschriebenen Stufen: Es war Anfang der Neunziger niemand. Dann kam die Popularität: Mitte/Ende der Neunziger schossen die Bands wie Pilze aus dem Boden und neben den amerikanischen Acts wie eben NASHVILLE PUSSY etablierten sich vor allem skandinavische Ensembles wie die kürzlich verblichenen HELLACOPTERS oder – ganz entscheidend – TURBONEGRO.
Zweite sind entscheidend, weil das Genre durch ihre Reunion noch einmal mächtig Fahrt aufnahm. Nicht zuletzt, weil durch TURBONEGRO und ihren Fanclub die „Turbojugend“ auch der Mainstream Anfang dieses Jahrtausends Kenntnis von der Musik nahm. Dieses Zwischenstadium, die Popularität, ist mittlerweile vorbei. Allerdings – und das lehrt uns auch die Musikgeschichte – ist die Beliebtheit allein kein Maß für die Qualität.
Entsprechend erscheint NASHVILLE PUSSYs mittlerweile sechstes Album zwar abseits des großen öffentlichen Interesses. Der eingeschworene Kreis bestehend aus Fans der Band und jenen, die nach wie vor dem Punk ’n’ Roll huldigen, wird dieses Album aber erneut gefallen. Erneut, weil man getrost sagen kann, dass „From Hell To Texas“ as NASHVILLE PUSSY as ever ist.
Will sagen: im Rahmen einer rauen Produktion vereinen sich griffig-kantige Riffs mit treibenden Drums und den bekannten, verrauchten beziehungsweise vom Whiskey gegerbten Gesangslinien zu insgesamt zwölf Songs, die mit Titel wie unter anderem „I’m so high“, „Drunk driving man“ oder „Pray for the devil“ klar machen, worum es auch elf Jahre nach der Bandgründung geht: Um Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll. Das klebt zwar vor Klischees. Wenn eine Band diesen Lifestyle aber auch heute noch authentisch lebt, dann wohl NASHVILLE PUSSY.

Bester Punk ’n’ Roll im Westernoutfit!

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