Media
Jetzt kostenlos registrieren und die Vorteile der motoX-Community nutzen:
Im Forum diskutieren, Artikel kommentieren, Videos bewerten u.v.m.
Klangwunder
Long Distance Calling - Avoid The LightWenn die Welt eine gerechte wäre, dann würden LONG DISTANCE CALLING spätestens mit „Avoid The Light“ zu den ganz großen im Indierock-Business gehören. Denn auch wenn man auf ihrem Zweilingswerk überdeutliche amerikanische Einflüsse wie DREDG, …TRAIL OF DEAD oder TOOL heraus hört, sind die Münsteraner doch lange keine Kopisten.
Vielmehr sind diese Einflüsse bei ihnen als Ideenimpulse zu verstehen, aber nicht als Blaupause dafür, die eigenen Songs analog zu denen ihrer Vorbilder zu schreiben. Das Quintett nimmt nämlich die Impulse der genannten Bands auf, formt sie nach eigenem Gusto, gibt eigene Ideen hinzu und lässt so einen sehr eigenen Sound entstehen, der für eine deutsche Band beachtlich innovativ ist – und genau deswegen sollten LONG DISTANCE CALLING mit diesem Album zu den ganz großen aufschließen.
Am mutigsten dabei: LONG DISTANCE CALLING verzichten fast komplett auf den Gesang, was immerhin das Potenzial verstellt, eine catchy Hitsingle zu vermarkten. Dass der Gesang reduziert wird, ist allerdings die zentrale Stärke dieses Albums. Getreu des Mottos „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ eröffnen sich durch das Ausbleiben großer Vokalstrecken nämlich die beachtlichen Atmosphären und Tiefen, die die Band aufbaut. Da fängt der Opener „Apparitions“ vorsichtig an, um sich dadurch zu steigern, dass sich Layer um Layer legt und ein vereinnahmender Opener entsteht, der die Marschroute für das ganze Album festlegt.
Die Atmosphären, das ist bereits nach diesem ersten Song klar, sind zentral bei LONG DISTANCE CALLING. So vereinen sich die Gitarrenlinien der Gitarristen Florian Füntmann und Dave Jordan zu dichten Klangteppichen, die im Laufe der sechs Albumsongs zuweilen um melancholische Elektrosounds ergänzt werden, die von Soundtüftler Reimut van Bonn stammen. Und nein, Du hast Dich nicht verlesen, denn „Avoid The Light“ besteht in der Tat nur aus einem halben Dutzend von Stücken. Was keinesfalls zu wenig ist, denn zuweilen, wie bei „Apparitions“, ufert die Band in bis zu 12minütigen Songlängen aus.
Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass die Band nicht auf unangenehmes Gegnidel setzt und den Hörer mit allzu vertrackten Arrangements penetriert. Vielmehr spielen LONG DISTANCE CALLING dichte, schöne Rocksongs, die man in dieser Form als kleine, aber eigenständige Kunstform begreifen kann.

Guter Klang aus deutschen Landen!

V8 Wankers - Foxtail Testimonial
Yeah Baby, es geht wieder voran: die V8Wankers rund um Sänger ...
Dan Dryers - Wrestling in Tijuana
Normalerweise würden wir eine Band, die sich nach Handtrockner- ...
Sepultura - A-Lex
Fast schon müßig zu erwähnen, dass Sepultura seit dem ...
Nashville Pussy - From Hell To Texas
Es ist putzig, aber die FANTASTISCHEN VIER tragen mehr zur Reflektion & ...
Brian Head Welch - Save me from myself
Nur die wenigsten Musiker dürften bei der Veröffentlichung ...






































