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Was lange währt...
Nach seinem ersten Karriere-GP-Sieg vor gut zwei Wochen im schwedischen Uddevalla geht Steven Frossard in seine letzten fünf MX2-Rennen seiner Karriere, wurde der Franzose in der letzten Woche doch 23 Jahre alt und muss somit im nächsten Jahr in die MX1-Klasse aufsteigen.
Steven, du musstest bis zu deinem 50ten GP warten, um deinen ersten GP-Sieg feiern zu dürfen.
Ich habe auf diesen Sieg so lange warten müssen und habe gleichzeitig in dieser Saison so viele Chancen liegen lassen. In Portugal brach beispielsweise mein Lenker und in Spanien stürzte ich gleich zwei Mal am Start. Ich wußte jedoch, dass ich es schaffen kann und gab einfach nicht auf. Es war letztlich ein großartiger Moment für mich und das gesamte Team CLS, die mich seit meinem GP-Debüt immer unterstützt haben. Ich weiß zwar, dass Jungs wie Roczen oder Herlings nicht so lange auf einen GP-Sieg warten mussten, doch wie Christophe Pourcel sind diese etwas ganz Besonderes - doch das ist eine ganz andere Geschichte!
Hast du deinen Sieg denn wenigstens ordentlich feiern können?
Wir sind in Schweden zusammen mit den Teammitgliedern essen gewesen und am darauf folgenden Wochenende hatte ich bereits wieder eine französische Meisterschaftsrunde, so dass ich nicht wirklich die Zeit hatte meinen Erfolg zu genießen. Ich war dann zwar noch ein paar Tage zu hause, doch jetzt bin ich auch schon wieder zurück in den Niederlanden, um mich auf den nächsten GP vorzubereiten. Ich liege nun punktgleich mit Ken Roczen auf Rang zwei in der Meisterschaftswertung und es besteht immer noich die Chance für mich den Titel zu holen.

Erster GP-Sieg für Steven in Schweden
Fühlst du dich momentan fit?
Körperlich habe ich mich noch nie fitter gefühlt und in Schweden war ich zu keinem Zeitpunkt müde. Seit letztem Winter arbeite ich mit Willy Linden zusammen, der mir sagte, dass ich im Sommer fitnesstechnisch auf meinem Höhepunkt ankommen würde. Er hatte recht und dafür möchte ich ihm danken. Mental bin ich ebenfalls sehr stark. Ich habe immer gesagt, dass ich mit den schnellsten Piloten mithalten kann und habe es auch bewiesen. In Schweden kontrollierte ich den ersten Lauf bis Roczen ausfiel. Der zweite Lauf war anders, da ich mich auf den Gesamtsieg fokussierte und Roczen vorbeiziehen ließ. Es war einfach nicht notwendig überflüssiges Risiko einzugehen.
Bei den letzten drei GP kamst du immer unter die Top vier. Es scheint als ob du stärker als zu Beginn der Saison bist?
In der Vergangenheit konnte ich in den ersten Rennen nie gute Ergebnisse einfahren. In diesem Jahr war mein Ziel so viele Punkte wie eben möglich am Anfang der Saison einzuheimsen und ich konnte ganz nebenbei auch alle Läufe beenden. Im letzten Jahr hatte ich elf DNF's und um Weltmeister werden zu können, musst du einfach konstant fahren. Im der ersten Hälfte der WM-Saison mussten wir aber auch das Bike an die neuen Geräuschvorschriften anpassen, was uns einiges an Zeit kostete. Die Pro Circuit Kawasaki unterscheidet sich sehr von meinen bisherigen Bikes und ich musste mich erst an die Power beim Start gewöhnen. Unter der Woche trainieren wir auch nicht mit unseren GP-Bikes, doch mittlerweile sind unsere Trainings-Bikes fast identisch.
Zwei der letzten fünf GP sind auf Sandstrecken. Wie bereitest du dich darauf vor?
Ich trainiere mit Kees Van Der Ven im Sand. Ich habe viel von Kees gelernt und auch viel nur beim beobachten von Jeffrey Herlings. In Valkenswaard schaffte ich den Sprung auf's Podium, was eine super Belohnung meiner bisherigen Mühen war. Die Tatsache, dass ich ein großartiges Bike habe, hilft mir sehr viel im Sand, da du einen starken Motor brauchst, um auf diesem Terrain erfolgreich zu sein.

Steven wechselt 2011 mit voller Zuversicht in die Königsklasse
Du führst doch momentan auch die französische Meisterschaft an, oder?
Die französische Serie ist nicht ganz so wichtig für mich, da ich mich ganz und gar auf die Weltmeisterschaft konzentriere. Ich will nicht zu viel riskieren, da wir dort in einer offen Hubraumklasse zusammen mit den 450er-Maschinen unterwegs sind. Ich habe bisher zwei Runden verpasst, doch nach meinem Sieg in Iffendic/F führe ich die Serie vor dem letzten Lauf an, das ist richtig.
Es ist deine letzte Saison in der MX2-Klasse. Bist du bereit für den Wechsel in die 450er-Klasse?
Momentan konzentriere ich mich voll auf die MX2-WM. Ich bin zuversichtlich was die MX1-Klasse angeht. Im letzten Jahr habe ich lediglich ein MX1-Rennen beim MXoN bestritten und jeder weiß seitdem was ich in dieser Klasse zu leisten im Stande bin. Ich werde keinen Nachteil aufgrund meiner Körpergröße und meines Gewichts haben. Leider muss ich mich jedoch vom Team CLS trennen, da diese sich auch in nächsten Jahr wieder voll auf die MX2-Klasse konzentrieren.
Danke, dass du dir Zeit für uns genommen hast und viel Erfolg in den verbleibenden Rennen.

Text PR Kawasaki Racing
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